Aktuelle Blogbeiträge
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Am Homeoffice scheiden sich nicht die Geister, sondern die Qualität der Mitarbeiter
Homeoffice oder Büro? Die platte Gegenüberstellung ist zwar überholt. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick, um Chancen zu erkennen und einen dysfunktionalen Einsatz des Homeoffice zu vermeiden. Vor einigen Wochen war ich im Interview bei WELT-TV anlässlich einer gerade veröffentlichten Studie zur Produktivität im Homeoffice. Im Vorgespräch erzählte mir Moderator Alexander Siemon von einem Beamten, der im Freundeskreis offen darüber spräche, dass er zu Hause nicht arbeite, sondern unbeobachtet den Feierabend vorziehe. In der Tat ist genau das die typische Befürchtung vieler Führungskräfte: Mitarbeiter im Homeoffice sind nicht produktiv. So weit, so bekannt, so falsch dieser Verdacht in seiner ganzen…
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Wie sich Führung durch BANI verändert
Führung ist im Chaos deutlich herausfordernder als in einem überschaubaren Umfeld. Hier setzt BANI an – als Wahrnehmungsmodell, Reflexionsinstrument und mentaler Paradigmenwechsel für Führungskräfte. Im vorherigen Artikel führte ich Sie in die BANI-Welt ein. Jamais Cascio sieht in ihr ein immer größer werdendes Chaos. Konkret steht das Akronym für Brittle (brüchig), Anxious (ängstlich), Non-linear (nicht-linear) und Incomprehensible (unverständlich). Der Denkansatz kann helfen, Überforderung und Desorientierung besser zu begreifen, selbst wenn er keine unmittelbaren Lösungen aufzeigt. Den größten Mehrwert bietet BANI im Führungskräftecoaching, denn wer BANI versteht, trifft zwar nicht automatisch bessere Entscheidungen, aber mit realistischeren Annahmen.
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Überfordert in der BANI-Welt
Ist BANI mehr als nur das neuste Buzzword von Resilienzcoaches? Zumindest hilft der Ansatz zu verstehen, warum sich immer mehr Erwerbstätige überfordert fühlen. Angeblich ist die Welt nicht mehr VUCA, sondern BANI. Das Akronym steht für Brittle (brüchig), Anxious (ängstlich), Non-linear (nicht-linear) und Incomprehensible (unverständlich). Der dahinterstehende Ansatz – ein kohärentes Konzept ist es freilich nicht – geht auf den US-Autor und Futuristen Jamais Cascio zurück, der im April 2020 unter den Eindrücken der gerade aufziehenden Pandemie den Artikel „Facing the Age of Chaos” veröffentlichte. Darin schlug er den BANI-Framework als Fortsetzung oder Ersatz für das VUCA-Konzept vor. Kurz zur…
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Was Führungskräfte von Coaches unterscheidet – und lernen können
Führungskräfte benötigen ein klares Rollenverständnis, um erfolgreich zu sein. Und das verträgt sich nicht dem eines Coaches. Gleichzeitig können Führungskräfte wachsen, wenn sie Coaching-Methoden übernehmen und gezielt einsetzen. Die Frage beschäftigt mich an manchen Tagen: Wäre ich wieder eine gute Führungskraft? Die Möglichkeit besteht, wenn ich meine Haltung als Coach aufgebe. Klar gibt es den partizipativen Führungsstil, nach dem die Führungskraft wie ein Coach agiert, was vor allem im agilen Umfeld überaus wichtig ist. Aber damit wäre ich arg begrenzt und kaum in der Lage, situationsabhängig in die anderen klassischen Rollen – autoritärer, kooperativer und laissez-faire-Führungsstil – zu wechseln. Konsequenter…
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Was Ihren Lebenslauf überzeugend macht
Der Lebenslauf ist das Schlüsseldokument der allermeisten Bewerbungen. Denn kein anderer Bestandsteil hat die gleiche Relevanz für die Frage, ob ein Bewerber in ein Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder nicht. Dem Arbeitsmarkt, zumindest in Deutschland, ging es schon einmal deutlich besser. Nach über zwölf Jahren eines starken Arbeitnehmermarkts ist in immer mehr Branchen die Bewerberdichte auf freie Stellen angestiegen. Berufseinsteiger trifft es gerade besonders hart. Bei größer werdender Konkurrenz können Arbeitgeber grundsätzlich wieder wählerischer werden, was sie sich lange kaum leisten konnten. Und deshalb sind sehr gute Bewerbungsunterlagen für alle, die sich beruflich verändern wollen, wichtiger als je zuvor.
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Ein Quereinstieg ist nicht immer leicht, aber häufig machbar
Ein Quereinstieg wird dann zur Option, wenn der bisherige Bereich keine Perspektiven mehr zu bieten scheint. Wer etwas Mut und große Motivation mitbringt, braucht dann nicht mehr allzu viel zu beachten. Gründe für einen Quereinstieg können vielseitig sein. Bei manchen ist die Nische, die sie bisher besetzten, weggebrochen. Andere haben das sichere Gefühl, dass es an der Zeit ist, mal etwas anderes zu machen. Und eine dritte Gruppe hat aus der Generalisten-Perspektive den Quereinstieg als wiederkehrendes Karriere-Prinzip für sich entdeckt. Aus welchen Motiven auch immer: Ein Quereinstieg bedeutet zumindest einen teilweisen Bruch mit der bisherigen Erwerbsbiographie.
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Wie jeder Arbeitnehmer Corporate Influencer werden und davon profitieren kann
Influencer zu sein ist kein Privileg für Prominente und Social Media-Sternchen. Auch Angestellte können eine solche Rolle übernehmen, von der sie selbst und ihr Arbeitgeber profitieren – wenn sie denn darin gefördert werden und ein paar Grundregeln befolgen. Ob man’s glaubt oder nicht, aber die meisten Menschen gehen gerne zur Arbeit. Wenn sie dort Tätigkeiten erledigen, die ihren Kompetenzen entsprechen. Wenn sie nicht gegen ihre Werte und innersten Überzeugungen arbeiten müssen und wenn sie außerdem zu einem attraktiven Produkt beitragen. Und wenn sie auf ein soziales Umfeld treffen, das durch echte Kollegialität und Wertschätzung durch Führungskräfte geprägt ist. Dann ist…
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Warum sich ein Besuch von Jobmessen immer noch lohnt
Jobmessen wirken wie ein Relikt des analogen Zeitalters. Doch auch dort lassen sich wertvolle Kontakte knüpfen, wenn man die Absichten der Arbeitgeber versteht und sich selbst etwas vorbereitet. Generationen hochmotivierter Arbeitsuchender haben es bereits erfahren müssen: Sie gehen bestvorbereitet auf Jobmessen, geschniegelt und gestriegelt, mit vollständigen Bewerbungsunterlagen und einstudierter Kurzvorstellung. Doch am Ende wirkt es oft so, als hätte sich das alles nicht gelohnt: Nur in seltenen Ausnahmen nehmen Unternehmensvertreter den Lebenslauf entgegen oder beenden das Gespräch mit einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Mit dieser Erwartungshaltung ist es dann kein Wunder, dass für manche Besucher die erste Jobmesse oft auch…
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Wegen KI: Ist auch Ihr Arbeitsplatz schon weggefallen?
Die Digitalisierung hat die Art und Weise, wie wir arbeiten, massiv verändert. Doch mit KI stellen sich existentielle Fragen. Nicht in Zukunft, sondern hier und jetzt. Ein letzter Weckruf. Ich erlaube mir, mit Zitaten aus der 33. Kalenderwoche dieses Jahrs zu beginnen, die ich auf LinkedIn fand: „besorgniserregend“ – „dramatisch“ – „alarmierend“ – „historisch“ – „wer glaubt, noch Zeit zu haben, irrt“. Und das ist nicht mitnichten übertrieben. Sie alle beziehen sich auf eine Auswertung des Job-Portals Stepstone, nach der im ersten Quartal 2025 die Anzahl der Einstiegsjobs für junge Hochschulabsolventen 45% unter dem Fünfjahresdurchschnitt lagen. Das Handelsblatt schrieb, dies…
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Wie Sie und Ihre Organisation agil werden
Je komplexer berufliche Herausforderungen sind, desto wichtiger wird Agilität im Berufsalltag. Zwingend geht damit ein kultureller Wandel für Organisationen und Führung einher. In meinem vorherigen Beitrag hatte ich an dieser Stelle bereits dargelegt, warum Agilität mehr ist als nur eine Modeerscheinung. Agilität ist vielmehr ein Prinzip, das Organisationen dabei hilft, in der VUCA-Welt leistungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben. Das betrifft vor allem Bereiche, in denen kluge Köpfe in einem komplexen Umfeld hochgesteckte Ziele erreichen sollen. Doch wie wird eine Organisation agil – und was bedeutet das für die Führungskräfte?
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Warum agile Führung nicht mehr wegzudenken ist
Agil sollt ihr sein! Dieser Gassenhauer dürfte den meisten Führungskräften bereits bestens bekannt sein. Doch die Umsetzung ist anspruchsvoll, schließlich läuft das Konzept auf ein ganz neues Organisations- und Führungsverständnis hinaus. Wie könnt es auch anders sein: Neuentdeckt wurde das Konzept der agilen Führung in der Softwareentwicklung kalifornischer Tech-Unternehmen. Ursprünglich bezog es sich auf die Führung sich selbstorganisierender Entwicklungsteams. Denn in diesem Umfeld waren die bisherigen Strukturen und Prozesse längst nicht mehr geeignet, zufriedenstellende Ergebnisse zu produzieren. Mittlerweile wird der Begriff der agilen Führung allgemeiner verwendet: Er wird zu einem Ansatz für die Führung von Menschen und Teams, der auf…
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Vom Vorstellungsgespräch zum Vorstellungen-Gespräch
Bei beruflicher Orientierungslosigkeit und Unsicherheit in der Jobsuche wird oft unterschätzt, wie nützlich Vorstellungsgespräche sind. Daher ist es dringend geboten, diese letzte Bewerbungsphase neu zu interpretieren. Berufliche Orientierungslosigkeit hemmt Bewerbungsaktivitäten genauso wie schlechte Erfahrungen, die Erwerbstätige in ihrem letzten Job gesammelt haben. Und tatsächlich spricht zunächst nicht viel dafür, sich zu bewerben, wenn noch nicht vollständig klar ist, wo es hingehen soll. Doch je früher Jobsuchende ihren Hut wieder in den Ring werfen, desto eher können sie Klarheit für sich finden.
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Willkommen im Haus der Veränderung
Veränderung statt Stillstand scheint das prägende Motto der Arbeitswelt zu sein. Wir stecken mittendrin und können uns kaum dagegen wehren. Gerade in Phasen der beruflichen Neuorientierung ist es von großem Vorteil, bewusster mit Veränderung umzugehen. Menschen nehmen Veränderung ganz unterschiedlich wahr. Veränderung kann Bedrohung sein, wenn sie mit Verlust – von Einkommen, liebgewordenen Gewohnheiten, eigenen Meinungen, nahestehenden Menschen – einhergeht. Veränderung kann aber auch Verbesserung durch Gewinn bedeuten. Und dann kann Veränderung auch noch beides zugleich sein. Zumindest in Deutschland scheint es aber so zu sein, dass die meisten Menschen häufiger dazu neigen, Veränderung nicht als Chance wahrzunehmen – gerade…
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Wenn Coaching zum Horror wird
Mehr als 95% meiner Kunden sind mit meinem Karrierecoaching zufrieden. Manchmal erlebe ich mit ihnen sogar magische Momente, die diesen Beruf so einzigartig machen. Das Gegenteil davon ist der blanke Coachinghorror, der dann entstehen kann, wenn leistungsneutrales Selbstbewusstsein und Geldgier eine destruktive Allianz eingehen. Wer nichts wird, wurde früher Wirt und heute Coach. Das ist, zusammengefasst, das gängige Stereotyp über meine Profession und Branche. So ganz weit weg ist es von der Realität allerdings nicht hergeholt, schließlich gibt es weder eine klare Definition der beruflichen Tätigkeit noch rein objektive Qualitätsstandards. Kein Wunder, dass manche Coaches mehr versprechen als halten und…
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Sei kein Opfer!
Das Erwerbsleben ist oftmals recht hart und verlangt uns verdammt viel ab. Sich zu behaupten und auch nach einem Niederschlag wieder aufzustehen ist alles andere als einfach. Gerade deswegen ist es so wichtig zu verinnerlichen, kein Opfer zu sein. Im Januar machte eine langatmige Abrechnung einer Amerikanerin auf LinkedIn die Runde. Eine andere Frau hatte von der Farce vieler erfolgloser Bewerbungsverfahren 2024 berichtet, die damit zusammenhängende Enttäuschung und Zermürbung. Und immer wieder gute Miene zu diesem bitterbösen Spiel zu machen, wenn man mal wieder zurückgewiesen wurde. Zum Aufreger wurde der Post aufgrund eines Kommentars: Hör auf, ein Opfer zu sein!
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Was würden motivierte Leistungsträger wählen?
Am 23. Februar findet die Bundestagswahl statt. Wer immer danach regieren wird sollte sehr darauf achten, Anreize für Arbeit und Leistung zu setzen. Haben Sie es mitbekommen? Die Beitragsbemessungsgrenzen zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sind zum neuen Jahr deutlich gestiegen. Außerdem bauen immer mehr Unternehmen Stellen ab, weshalb die Arbeitslosigkeit weiter steigt. Doch das ist nur ein kleiner Vorgeschmack darauf, was uns in den nächsten Jahren droht, wenn wir nicht umsteuern.
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Was Headhunter wirklich von Ihnen wollen
Headhunter sind oft unverzichtbares Bindeglied zwischen Top-Führungskräften und exzellent bezahlten Positionen. Aber auch Fachkräfte können von ihnen profitieren – doch meist ist es eher umgekehrt. Headhunter genießen hierzulande schon aufgrund ihrer wörtlichen Übersetzung ins Deutsche nicht unbedingt den besten Ruf. Denn mit „Kopfjägern“ sind meist Angehörige von Naturvölkern gemeint, die einen Menschen töten, um dessen Kopf oder Schädel als Siegestrophäe zu erbeuten. Da die Branche dann doch nicht ganz so archaisch-morbide ist, haben sich alternative Begriffe etabliert wie etwa Direktsuche, Personalberatung, Executive Search und Arbeitsvermittlung. Im Idealfall arbeiten Headhunter wie Makler, die zwei Parteien zum beiderseitigen Vorteil zusammenbringen.
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Mit Ikigai zur beruflichen Zufriedenheit
Ikigai stammt aus Japan und bedeutet frei übersetzt „das, wofür es sich zu leben lohnt“. In Phasen beruflicher Unzufriedenheit kann es uns vor allem dabei helfen, eine neue Perspektive zu entwickeln und so Klarheit zu finden. Ganze Bibliotheken lassen sich heute mit Ratgebern über den Sinn des Lebens füllen. Auch ich habe im Coaching hunderte Sinnsucher kennengelernt. Das spricht sehr dafür, dass es weder einfach noch häufig ist, im Berufsleben mehr zu finden als nur eine Einkommensquelle. Wenn auch Sie zu den Suchenden gehören, sollten Sie sich mit dem japanischen Ikigai beschäftigen.
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Wie Sie das Impostor-Syndrom in den Griff bekommen
Das Impostor-Syndrom erschwert vielen Erwerbstätigen, positiv auf ihre Arbeit zu blicken und Erfolge als solche zu verkaufen. Diese massiven Selbstzweifel können eine Karriere nachhaltig beschädigen – also weg damit! Fühlen Sie sich manchmal als Hochstapler und kurz davor, als solcher entlarvt zu werden? Denken Sie häufiger, dass Sie mehr Glück als Verstand hatten, um berufliche Aufgaben zufriedenstellend zu lösen und Ziele zu erreichen? Und glauben Sie fest daran, dass Sie das, was Sie bisher erreicht haben, nicht verdient haben? Dann kann es sein, dass Ihnen das Impostor-Syndrom bzw. Hochstapler-Syndrom zusetzt.
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Nur keine Hemmungen im Bewerbungsprozess!
Hemmungen und Blockaden sind bei Jobsuchern nicht selten. Oft lassen sie sich auflösen, wenn Bewerber die Perspektive verändern, mit der sie Stellenanzeigen begegnen und den weiteren Kennenlernprozess gestalten. Nicht alle Erwerbstätigen schaffen es nach Beendigung einer Beschäftigung, sich sofort und mit Elan in den Bewerbungsprozess zu stürzen. Oft ist es nur eine gewisse Unlust gepaart mit dem Bedürfnis, sich von der letzten Anstellung erst einmal zu erholen. Andere wiederum sind zwar überaus motiviert, eine neue Stelle zu finden, kommen aber trotzdem kaum voran. Dann gilt zu überprüfen, woran es liegt – und ob tiefersitzende Blockaden dafür ursächlich sind. Gerade wenn…
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Altersdiskriminierung: Woher sie kommt und was dagegen hilft
Altersdiskriminierung ist mit voller Wucht in den Arbeitsmarkt zurückgekehrt. Mit Blick auf den angeblichen Fachkräftemangel darf dies durchaus verwundern. Was ist bloß los in Deutschland? In den letzten eineinhalb Jahren waren die Zeichen der Zeit kaum noch zu übersehen. Deutlich mehr Menschen haben mein Coaching in Anspruch genommen, die selbst zu Beginn der Pandemie deutlich weniger Schwierigkeiten hatten, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in dem von ihnen bevorzugten Bereich zu finden. Auch wenn es aktuell (noch) keine eindeutigen statistischen Belege gibt, bin ich mir ziemlich sicher, dass hinter der wachsenden Altersdiskriminierung ein unguter Trend sein Unwesen treibt.
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Auf der Schwelle zu einem neuen Zeitalter
Disruptive Technologien verändern unsere (Arbeits-)Welt in ungeahntem Ausmaß. Auch wenn noch längst nicht klar ist, was genau auf uns zukommt, steht eines bereits fest: Die Menschheit tritt in ein neues Zeitalter. Ein häufig gehörter Spruch während meiner Wehrdienstzeit war Nichts ist wechselhafter als die Lage. An ihn erinnere ich mich immer dann, wenn ich versuche, die Auswirkungen disruptiver Technologien auf die Arbeitswelt von morgen zu verstehen und für meine Klienten begreifbar zu machen. Denn die Veränderungen sind gleichermaßen rasant wie fundamental, weshalb Erkenntnisse von gestern oft die Trugschlüsse von morgen sind. Rückblick: Im Dezember 2021 hatte ich mich an dieser…
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Kennen Sie Ihre inneren Glaubenssätze?
Glaubenssätze prägen unsere Persönlichkeit und unser Weltbild. Sie sind tief in uns verankert und schwer loszuwerden. Das ist aber überaus wichtig, wenn sie zu einem negativen Selbstbild beitragen oder ursächlich für tiefe Krisen sind. Tatsächlich ist es nicht erforderlich, die inneren Glaubenssätze zu kennen. Wer gut durchs (Berufs-)Leben kommt, kann sie gerne unerforscht in sich ruhen lassen. Doch wenn von ihnen strukturelle negative Wirkungen ausgehen, kann die Reflexion der inneren Glaubenssätze notwendig werden. Manchmal ist sie sogar die letzte Lösung, wenn in der Krisenbewältigung alle anderen Ansätze nicht fruchten.
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Die Kunst der eleganten Kündigung
Eine Kündigung oder Trennung ist im Berufsleben manchmal unumgänglich. Doch viele Arbeitnehmer halten aus den falschen Gründen zu lange an einem schlechten Job fest, während andere wiederum überstürzt flüchten. Doch es kann auch anders gehen. Wer unzufrieden im oder mit dem Job ist, kann sich damit abfinden oder versuchen, die Gesamtsituation zu seinen Gunsten zu verändern. Über beide Optionen hatte ich zuletzt an dieser Stelle geschrieben. Manchmal fallen beide Möglichkeiten aber aus – dann bleibt nur noch die Trennung. Doch dabei können nicht nur aus rechtlicher Sicht Fehler passieren. Und es gibt es weitere Aspekte, die es zu bedenken, zu…
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So handeln Sie bei anhaltender Unzufriedenheit im Job
Unzufriedenheit im oder mit dem Job kennt wohl fast jeder Erwerbstätige. Manchmal ist sie nur eine Momentaufnahme. Doch wenn das das Gefühl länger anhält, sollte gehandelt werden – vor allem, wenn Dritte daran einen großen Anteil haben. Ein gutes Arbeitsverhältnis ist aus keiner Perspektive – Beschäftigte wie Führungskräfte – selbstverständlich. Für Arbeitnehmer besteht es aus der Summe vieler individueller Faktoren, die zusammen die materielle wie immaterielle Gegenleistung für die erbrachte Arbeitskraft darstellen. Zufriedenheit bedeutet meist, dass das Verhältnis stimmt. Entsteht aber eine Schieflage, steigt die Unzufriedenheit – und es kommt der Moment, zu handeln. Nur wie?
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Die Generation Z ist besser als ihr Ruf!
Die Generation Z will mehr als nur einen Job. Doch viele Arbeitgeber beklagen sich über das scheinbare Missverhältnis von Anspruchsdenken und Leistungsbereitschaft. Selbst wenn die Zuschreibungen zuträfen: Führungskräfte und Kollegen müssen sich darauf einstellen. Seit etwa vier Jahren strömen die Absolventen der „Gen Z“ in den Arbeitsmarkt. Schon bald werden sie als Berufseinsteiger die Millennials der Geburtsjahre 1980 bis 1996 vollständig abgelöst haben. Diese Generation ist nicht nur exzellent ausgebildet, sondern weist auch grundsätzliche Haltungen und Werte auf, die sich von ihren älteren Kollegen unterscheiden. Viele Arbeitgeber machen derzeit erste Erfahrungen mit diesen Jahrgängen – nicht immer sind es die…
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Woran KI bei Bewerbungen noch scheitert
KI bzw. künstliche Intelligenz verspricht Bewerbern schon heute große Unterstützung. Doch der Schein trügt. Und ein hochwertiges Bewerbungscoaching kann KI noch nicht ersetzen. Es hört sich so verführerisch weil einfach an: Mit etwas Geschick in der Recherche geeigneter Prompts – wie die Befehle bzw. Aufforderungen an die KI genannt werden – und die Kenntnisse weiterer Tools werden Bewerbungen zum Kinderspiel. Minimale zeitliche Investition, kein Stress – und trotzdem größere Erfolgsaussichten als bisher. Schöne neue Bewerberwelt, könnte man meinen. Doch einige Defizite sind unübersehbar.
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Mit einer Soloselbständigkeit erfolgreich durchstarten
Soloselbständigkeit schreckt viele Menschen als zu risikoreich ab. Dabei kann dieser Weg nicht nur das tiefe Bedürfnis nach Freiheit und Unabhängigkeit stillen, sondern bietet noch weitere Chancen und Vorteile. Der Schritt in die Selbständigkeit ist für viele Erwerbstätige sehr groß oder gleich unvorstellbar. In erster Linie dominiert das diffuse Gefühl eines zu erheblichen Risikos, was wiederum Ausdruck eines gesteigerten Sicherheitsverlangens ist. Dabei kann bei Menschen mit einem großen Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit der Gang in die Soloselbständigkeit nicht nur den individuellen Neigungen entsprechen, sondern maßgeblich zu Gesundheit, Sinnhaftigkeit und Beständigkeit beitragen.
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Wir müssen über Diskriminierung reden
Diskriminierung in Personalauswahlverfahren ist eine nicht zu leugnende Tatsache. Einiges, aber nicht alles ist daran empörend. In Deutschland ist es gesellschaftlicher Konsens, Menschen nicht aufgrund bestimmter Merkmale herabzusetzen oder herabzuwürdigen. Rechtlich versuchen wir diesen Anspruch vor allem durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz zu realisieren. Sehr deutliche Worte findet auch die Bundesregierung mit der Feststellung, dass eine Diskriminierung im rechtlichen Sinne jede ungerechtfertigte Ungleichbehandlung aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung ist.
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Wie Sie ohne Initiativbewerbungen die Chancen des verdeckten Arbeitsmarkts nutzen
Initiativbewerbungen stellen für viele ambitionierte Erwerbstätige kein bewährtes Mittel dar, um an einen attraktiven Job zu kommen. Das bedeutet nicht, dass Eigeninitiative und proaktives Vorgehen verzichtbar wären – ganz im Gegenteil. Geschätzt zwei Drittel aller zu besetzenden Stellen werden nicht über veröffentlichte Stellenanzeigen vergeben. Zugang zu diesem verdeckten Stellen- bzw. Arbeitsmarkt zu bekommen und zu erhalten sollte daher im Eigeninteresse aller Erwerbstätigen sein. Leider taugt das Mittel der Initiativbewerbung nicht für alle Erwerbstätige jenseits der klassischen Mangelberufe vor allem im sozialen Sektor, Handwerk, Hotellerie/Gastronomie und in vielen (informations-)technischen Tätigkeiten.
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Erfolgreiches Netzwerken kann so einfach sein
Netzwerken dient dem Aufbau und der Pflege von beruflichen Beziehungen. Da sie in aller Regel nicht schädlich sind, können Fach- und Führungskräfte von Beziehungen per se profitieren, wenn sie dabei einige Grundregeln beachten. Wahrscheinlich müsste ich diesen Beitrag nicht schreiben, wenn beruflicher Erfolg alleine von Qualifikation und Leistungsfähigkeit abhinge. Oder wenn offene Stellen stets in einem für alle Beteiligten fairen Auswahlverfahren besetzt würden. Oder wenn wir so arbeiten könnten, dass der Kontakt zu anderen Menschen überflüssig wäre. Das alles ist aber kaum vorstellbar und bedingt zumindest gewisser kommunikativer Fähigkeiten. Wer das durchdacht und konsequent angeht, wird schlussendlich eine bewusste Selbstvermarktungsstrategie…
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Wie Sie Sicherheit und Beständigkeit im Berufsleben (nicht) finden
Sicherheit ist vielen Erwerbstätigen ein hohes Gut, selbst wenn die Vorstellung davon nicht einheitlich ist. Auch wenn die Motive verständlich sind: Sicherheit im Berufsleben zu finden ist fast genauso anspruchsvoll wie an das Ende eines Regenbogens zu gelangen. Wir leben in extrem dynamischen, wechselhaften Zeiten. Was gestern noch galt und funktionierte, muss es heute schon nicht mehr sein, von morgen ganz zu schweigen. Digitalisierung und Automatisierung fordern uns stetig heraus, politische Krisen setzen mindestens abstrakt, wenn nicht gar konkret zu. Viele Menschen fürchten den sozialen Abstieg. Dass sich unser Land zudem noch zu deindustrialisieren droht, ist nur die jüngste Pointe.
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Was ist eine angemessene Gehaltsvorstellung?
Viele Arbeitgeber erwarten die Angabe einer Gehaltsvorstellung in der Bewerbung. Nicht nur Absolventen tun sich mitunter sehr schwer, einen Betrag zu nennen, der weder zu hoch noch zu niedrig ist. In Deutschland gehört es zu den Unsitten des Arbeitsmarktes, dass von Bewerbern verlangt wird, zuerst die Hosen runterzulassen, sprich eine Gehaltsvorstellung anzugeben. In den USA und Österreich ist man schon weiter, denn dort geben viele Arbeitgeber bereits in der Stellenanzeige eine Gehaltsbandbreite für die vakante Position an. Vielleicht werden im Angesicht des Fachkräftemangels auch hierzulande bald arbeitnehmerfreundliche Verfahren normal. Aber noch sind wir – jenseits des öffentlichen Diensts mit Verweis…
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Working out LOUD!
Working out loud ist in erster Linie eine Haltung mit großen Vorteilen. Denn sie macht gute Arbeit sichtbar und beinhaltet als Konzept wertvolle Implikationen für eine erfolgreiche Karriere. Wer den Begriff noch nie oder nur am Rande gehört hat, dem sei’s verziehen. Erstens wurde die Kernidee von Working out loud – oder WOL – erst im Jahr 2010 von Bryce Williams präsentiert. Und zweitens hat sich das Konzept selbst bei vielen Fach- und Führungskräften jenseits moderner internationaler Konzerne bisher kaum herumgesprochen. Doch seine Prinzipien sind überaus relevant für die Frage, wie wir alle in unserem Berufsleben erfolgreicher agieren können.
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Wie Sie sich am besten auf kompetenzbasierte Interviews vorbereiten
Kompetenzbasierte Interviews gehören zum Standardrepertoire von professionellen Personalauswahlverfahren. Durch sie soll ermittelt werden, ob Bewerber den wesentlichen Anforderungen der Stelle entsprechen. Arbeitgeber sollten es allerdings nicht übertreiben. Wie der Begriff schon verrät, sind reine kompetenzbasierte Interviews etwas anderes als Vorstellungsgespräche. Letztere zeichnen sie sich dadurch aus, dass sich zwei Seiten treffen und (im besten Fall) gemeinsam herauszufinden, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll ist. Es sind echte Gespräche, die auf Augenhöhe geführt werden und in denen beide Parteien das gleiche Recht haben, die jeweils andere zu prüfen. Doch genau das sind kompetenzbasierte Interviews nicht.
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Verstehen Sie Stellenanzeigen?
Stellenanzeigen sind sowohl Werbung für Arbeitgeber als auch gängiges Instrument im Recruiting. Das passt nicht immer zusammen. Es gibt so einiges, worauf Bewerber achten sollten, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Viele Propheten der modernen Personalbeschaffung mögen es kaum glauben, aber Stellenanzeigen sind immer noch nicht von der Bildfläche verschwunden. Zwar ist die Bedeutung klassischer digitaler Jobportale in den letzten zwei Jahrzehnten zurückgegangen, aber nach wie vor sind sowohl generalistische als auch viele spezialisierte Stellenbörsen der erste Anlaufpunkt für suchende Arbeitnehmer. Doch die tun sich schwer, die (Un-)Logiken des Stellenmarktes zu begreifen und die Codes in den Anzeigen zu dechiffrieren.
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Wenn Akademiker in der Wissenschaft nicht mehr weiterkommen
Wie schwierig es für Akademiker ist, sich beruflich in der Wissenschaft zu etablieren, dürften alle wissen, die es bisher versucht haben. Die meisten erkennen früher oder später, dass sie in einer Sackgasse stecken. Doch wie geht es dann weiter? In wohl keinem anderen Berufsbereich ist der Konkurrenzkampf derart beinhart wie in der Wissenschaft, zumindest in Deutschland. Viele kluge Köpfe stehen im Wettbewerb um sehr begrenzte Ressourcen. Nur wenige setzen sich durch und erreichen die angestrebte Professur. Für alle anderen stellt sich die Frage, ob sie sich mit der Verkettung von Drittmittelprojekten mehr als schlecht als recht über Wasser halten oder…
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Mit einer Potentialanalyse zu sich selbst finden
Potentialanalyse und Kompetenzinventur sind unverzichtbare Mittel in einer beruflichen Orientierungsphase und als Vorbereitung auf anspruchsvolle Bewerbungsverfahren. Nebenbei stärken sie massiv das Selbstbewusstsein. Wenn ich danach gefragt werde, worin der Mehrwert besteht, wenn ich mit einem Klienten eine Potentialanalyse durchführe, antworte ist meist: „Wenn Sie demnächst nach Ihren Stärken gefragt werden, wird Ihre Antwort aus einem mindestens fünfminütigen Monolog bestehen, ohne dass Sie dafür länger nachdenken müssen.“ Als Reaktion erhalte ich meist das Eingeständnis, dass dies aktuell nicht möglich sei. Und tatsächlich ist es oft recht aufwendig, seine eigenen Stärken, Kompetenzen und Fähigkeiten zu kennen.
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Durch eigene Fragen im Vorstellungsgespräch überzeugen
Ein Vorstellungsgespräch sollte kein Interview sein, in dem der Arbeitgeber fragt und der Bewerber antwortet. Allerdings bedarf es Vorbereitung, um ein Gespräch auf Augenhöhe zu führen. Was ist eigentlich ein richtig gutes Vorstellungsgespräch? Für mich ist das ein Gespräch, in dem sich zwei Seiten treffen, um gemeinsam herauszufinden, ob eine zukünftige Zusammenarbeit sinnvoll ist. Das bedeutet, dass beide Seiten prüfen (dürfen) und dabei keine Seite dominant auftritt. Ein richtig gutes Vorstellungsgespräch endet daher auch nicht zwangsläufig mit einer Zusage, sondern mit dem Gefühl, sich offen, vertrauens- und respektvoll auf Augenhöhe begegnet zu sein.
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Onboarding – Der Schlüssel zum erfolgreichen Einstieg
Onboarding, also die Einmündung eines neuen Mitarbeiters bei seinem Arbeitgeber, ist für viele anspruchsvolle Jobs der wesentliche Faktor für den Erfolg in der neuen Stelle. Dabei sollten sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer einiges beachten. Wenn ich mit Kunden spreche, die während oder zum Ende ihrer Probezeit – über die ich im Januar an dieser Stelle geschrieben hatte – von ihrem Arbeitgeber gekündigt wurden, kommen wir meist zu der Erkenntnis, dass das Onboarding unzureichend geplant und umgesetzt worden war. Dass die Beschäftigung viel eher endete als gedacht, hatte nur selten etwas mit Versagen auf Arbeitnehmerseite zu tun. Trotzdem war es oft…
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Probezeit: Drum prüfe, wer sich länger bindet
Probezeit gleich Prüfungszeit! Wer jetzt denkt, das gelte nur für neue Mitarbeiter, verkennt, dass auch Arbeitgeber unter die Lupe genommen werden. Denn niemand muss sich im Zeitalter des Fachkräftemangels mit schlechten Arbeitsbedingungen abfinden. Zu den hartnäckigen Mythen einer frischen Bindung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gehört die Vorstellung, dass letztere die Probezeit zu bestehen haben. Einige Arbeitgeber spielen sogar mit der unterschwelligen Angst ihrer neuen Mitarbeiter, sie könnten in der Probezeit durchfallen. Dabei besteht das Recht zur Prüfung für beide Seiten, wovon allerdings meist nur selbstbewusste Erwerbstätige tatsächlich Gebrauch machen. Für alle anderen wird es dringend Zeit, umzudenken.
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Wie Sie auch im digitalen Zeitalter teamfähig bleiben
Teamfähig zu sein behaupten viele Arbeitnehmer von sich. In digitalen Arbeitsformaten tun sich dennoch viele Erwerbstätige sehr schwer, dies zu beweisen. Teil 2 der Serie über Teamfähigkeit. Im letzten Monat hatte ich an dieser Stelle bereits einige grundlegende Gedanken zu Teamfähigkeit geteilt. Im zweiten Teil möchte ich nun einen Beitrag zu einer sehr anspruchsvollen Form von Teamfähigkeit leisten, und zwar in digitalen Formaten. Denn spätestens durch die Pandemie können die meisten der digitalen Zusammenarbeit nicht mehr entkommen, selbst wenn sie das wollten. Herausfordernd sind dabei vor allem die veränderten Anforderungen an die Kommunikation, um teamfähig zu bleiben.
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Was ist Teamfähigkeit?
Teamfähigkeit gilt als eine der bedeutendsten sozialen Kompetenzen. Doch der Begriff ist weit diffuser, als er auf den ersten Blick erscheint. Definitionen und Erläuterungen von Teamfähigkeit zu finden, ist nicht schwierig. Es gibt zahllose Annäherungen an den Begriff, die sich entweder auf den Kern der Bedeutung beziehen oder die umfangreichen unterschiedlichen Variationen beleuchten. Alle eint das Ziel, mit einem grundlegenden Verständnis eine Vorstellung zu entwickeln, was gute Teamarbeit sein kann.
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LinkedIn für Fortgeschrittene: Was gut funktioniert und was nicht
LinkedIn ist seit einigen Jahren die wichtigste berufliche Social Media-Plattform. Viele, die sich dort neu registrieren, wissen allerdings nicht, was sie von LinkedIn erwarten können – und was nicht. Durch den anhaltenden Niedergang von Xing ist LinkedIn nicht erst seit gestern der zentrale Anbieter für digitale Selbstvermarktung und Netzwerken geworden. Nicht nur für High Potentials, Führungskräfte und Freiberufler bietet LinkedIn viele nützliche Funktionen, für die kein Bezahlabonnement erforderlich ist. Dennoch gibt es so einiges, worauf Erwerbstätige achten sollten, wenn sie dort aktiv sind.
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Woran auch leistungsstarke Fach- und Führungskräfte scheitern können
Scheitern ist in unserer Leistungsgesellschaft immer noch weitgehend tabuisiert. Denn ihm haftet ein Makel an, der auf der persönlichen Ebene Spuren hinterlässt. Da dies mitunter lange nachwirken kann, ist es höchste Zeit, diese Denkschemata hinter uns zu lassen. Der legendäre Erfinder Thomas Edison lehnte die Möglichkeit zu scheitern rundheraus ab. Bis heute ist sein berühmter Ausspruch in Erinnerung geblieben: „I have not failed. I’ve just found 10,000 ways that won’t work.“ Da er letztendlich doch noch sehr erfolgreich die Glühbirne erfand, konnte er offenbar recht milde auf den langen, mühseligen Erfindungsprozess zurückblicken. Doch das ist im Berufsleben nicht jedem vergönnt.…
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Wenn Unternehmen Bewerber um Arbeitsproben bitten
…sollten Sie misstrauisch werden, denn manche Stellenausschreibungen sind Fake. Tatsächlich geht es den Arbeitgebern nur um die Erledigung konkreter Aufgaben, die als Arbeitsproben getarnt sind. Das Prinzip ist immer das gleiche: Zeigen Sie uns, wie gut Sie sind, um uns die Entscheidung leichter zu machen, Sie einzustellen! Bewerber werden dann um konkrete Arbeitsproben gebeten, etwa im Rahmen einer Probearbeit oder erhalten Aufgaben, die an ein Assessmentcenter erinnern. Doch an dieser Stelle sollten Sie misstrauisch werden, um keine bösen Überraschungen zu erleben.
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Arbeitsverträge sind Verhandlungssache
Viele Bewerber scheuen davor zurück, mit ihrem potentiellen Arbeitgeber über den Arbeitsvertrag zu verhandeln. Doch das ist auch dann fahrlässig, wenn ihnen das Unternehmen keine Mitsprache zugestehen möchte. Als Coach gehört es zu meinen festen Überzeugungen, dass Kandidaten in Bewerbungsverfahren mit ihren potentiellen Arbeitgebern stets auf Augenhöhe kommunizieren sollten. Gerade für Personen mit wenig Erfahrung und geringem Selbstvertrauen kann das zu einer echten Herausforderung werden. Denn häufig wird eine mögliche hierarchische Beziehung der Beteiligten in der Zukunft schon vorweggenommen. Noch deutlicher tritt das Phänomen auf, wenn es zur Einigung auf einen Arbeitsvertrag kommt.
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Erzählen Sie uns etwas über sich!
In vielen Vorstellungsgesprächen ist es üblich, dass sich Bewerber zu Beginn in einem mehrminütigen Monolog vorstellen. Und diese Selbstpräsentation ist alles andere als einfach. Formale Vorstellungsgespräche haben über Branchen und Karrierelevels in aller Regel eines gemeinsam: den ritualisierten Auftakt. Der folgt in den Schritten Ankunft – Small Talk – kurze Vorstellung der Arbeitgebervertreter – kurze Darstellung des Unternehmens, ggf. auch der Abteilung und des Teams – und dann die Selbstpräsentation des Bewerbers. Meist wird sie mit der einfachen Aufforderung eingeläutet: Erzählen Sie uns etwas über sich!
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Fachkräftemangel? Unternehmenskultur!
Unternehmenskultur – viele Betriebe haben sie entwickelt, aber nur die wenigsten bewusst. Gerade das kann in Zeiten grassierenden Fachkräftemangels helfen, leistungsstarke Mitarbeiter zu binden. Vor allem, da wir in einer immer ausdifferenzierteren Gesellschaft leben. Mitarbeiter kommen wegen der Firma, bleiben wegen der Aufgaben und gehen wegen ihrer Vorgesetzten. Dieses Bonmot ist mehr als nur eine vereinfachte Darstellung von Karrieren wie Zuständen in manchen Betrieben gleichermaßen. Sie spiegelt vielmehr den leichtfertigen Verlust der wichtigsten Ressource dar, auf die viele Unternehmen angewiesen sind. Einen Verlust, den sich schon jetzt immer weniger Arbeitgeber leisten können.
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So wichtig ist Personal Branding für Sie
Personal Branding trägt maßgeblich zum beruflichen Erfolg bei. Denn wer nicht darauf achtet, dass die eigene Leistung auch als solche wahrgenommen wird, hat ein ernsthaftes Problem. Doch je nach beruflicher Tätigkeit variiert die Notwendigkeit für Personal Branding. Im Job- und Karrierecoaching komme ich häufig mit Menschen zusammen, die sich mit Personal Branding und Selbstvermarktung sehr schwertun. Oder sogar rundheraus ablehnen. Deswegen geht es am Anfang meist darum, das Bewusstsein dafür zu fördern, warum sie mit diesen Themen fremdeln. Auch wenn damit meist keine unmittelbare Verhaltensänderung eintritt, führt der Perspektivwechsel mittelfristig zu einem aktiven und gleichermaßen authentischen Personal Branding.

Kontakt
Dr. Karbaum Consulting & Coaching
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