So kommen Sie nach dem Vertrauensbruch im Berufsleben wieder auf die Beine

Ein ultimativer Vertrauensbruch setzt vielen Betroffenen schwer zu. Wenn er passiert, sollte jeder seine Optionen kennen und proaktiv handeln.

Bei Julia H. lief der Berufseinstieg phantastisch. Sie hatte ihrem Teamleiter schnell gezeigt, wozu sie imstande ist, der ihr wiederum immer verantwortungsvollere Aufgaben gab. Dazu gehörte auch die Vorbereitung einer Kundenpräsentation, in der sich beide eng abstimmten, um die Vorgaben des Abteilungsleiters umzusetzen. Doch das Kundenmeeting endete abrupt, als der Key Account missbilligend einen völlig neuen Ansatz forderte. Gegenüber der Geschäftsführung waren sich Team- und Abteilungsleiter darin einig, dass Julia H. die Präsentation alleine erstellt habe. Sie konnte einfach nicht das Gegenteil beweisen, da es keine schriftlichen Vorgaben gab und die Präsentation an ihrem Rechner erstellt wurde.

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Willkommen in der VUCA-Welt!

Die Spatzen pfeifen schon lange VUCA! von den Dächern. Durch Covid-19 dürfte es auch der letzte gehört haben. Aber noch haben nicht alle wirklich begriffen, was sie uns bringt, die schöne neue VUCA-Welt. Und viel wichtiger noch: Wie begegnen wir ihrer neuen fundamentalen Herausforderungen?

Humanoid steht vor einem Labyrinth

Die Welt ist VUCA, daran kann es keinen Zweifel geben. Vielleicht war sie es schon immer, aber neu ist das hohe Tempo, das Mobilität, die digitale Revolution und weltumspannende Liefer- und Wertschöpfungsketten auf ein schwindelerregendes Ausmaß geschraubt haben. VUCA wurde in den 1990er Jahren beim amerikanischen Militär entwickelt und bedeutet volatility – also Volatilität bzw. Unbeständigkeit –, uncertainty (Unsicherheit), complexity – Komplexität – und ambiguity (Mehrdeutigkeit). Das Akronym wurde damals konkret entwickelt, um die neue Weltordnung nach dem Kalten Krieg zu beschreiben und zu verstehen. Allgemeiner beschreibt der Begriff unsere Welt im Umbruch, in der die Zukunft stets unklar wie offen ist und Prognosen nicht mehr mit Sicherheit möglich sind. „Willkommen in der VUCA-Welt!“ weiterlesen

Steigendes Risiko Arbeitslosigkeit: AVGS bietet bestmögliche Unterstützung im Schadensfall

Seit drei Monaten kämpfen viele Unternehmen mit den wirtschaftlichen Folgen von Covid-19. Dank Kurzarbeit wurden bisher viele Mitarbeiter gehalten, doch das kann und wird keine dauerhafte Lösung sein. Wer bald arbeitslos wird, kann sich mit einem AVGS von Arbeitsagentur und Jobcenter fördern lassen.

© Dr. Markus Karbaum

Diese Krise nimmt uns viele felsenfeste Annahmen und liebgewordene Gewohnheiten. Eine davon war bis März, dass „mein“ Job sicher ist. Als erstes erwies sich das in der Hotellerie und Gastronomie als Trugschluss. Auch produzierende wie verarbeitende Unternehmen, die auf internationale Lieferketten angewiesen sind, hatten durch Grenzschließungen und Lockdowns in anderen Ländern von einen Tag auf den anderen nichts mehr zu tun. Und ganz aktuell hofft die exportorientierte deutsche Volkswirtschaft darauf, dass andernorts wieder die Nachfrage nach unseren Produkten steigt. „Steigendes Risiko Arbeitslosigkeit: AVGS bietet bestmögliche Unterstützung im Schadensfall“ weiterlesen

Damit Video-Vorstellungsgespräche gelingen

In der Corona-Krise sind Video-Vorstellungsgespräche eher der Regelfall als eine Ausnahme. Wir sollten uns darauf einstellen, dass sie auch danach häufiger als zuvor genutzt werden.

Not macht bekanntlich erfinderisch – oder ermöglicht bereits vorhandenen Entwicklungen den Durchbruch. Video-Vorstellungsgespräche stellen sicherlich keinen wesentlichen Fortschritt dar, auch wenn sie sich in den letzten Wochen zum Standard-Tool in Bewerbungsverfahren gemausert haben. Aber sie werden nicht wieder so bedeutungslos wie vor Covid-19, da sich immer mehr Arbeitgeber – wenn auch notgedrungen – gerade an sie gewöhnen. Außerdem können sie Kosten- und Zeitvorteile bedeuten, selbst wenn dabei so einiges an beidseitigem Erkenntnisgewinn auf der Strecke bleibt. „Damit Video-Vorstellungsgespräche gelingen“ weiterlesen

Im Strudel von Covid-19? Was jeder nun für sich beruflich tun kann

Der Virus Covid-19 und seine Folgen haben das Potential, unseren Wohlstand wie kein anderes Ereignis seit dem Zweiten Weltkrieg zu gefährden. Da ist es aktuell wohl nur ein schwacher Trost, dass mit einer Krise meist auch neue Chancen entstehen.

Eigentlich wollte ich in diesem Monat über den Mythos Fachkräftemangel bloggen. Doch Covid-19 stellt alles auf den Kopf. Und da wir uns allem Anschein nach am Vorabend einer Rezession befinden, dürften bald wieder deutlich mehr Fachkräfte nach einem neuen Arbeitgeber suchen als umgekehrt. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass nicht wenige Beschäftigte und vor allem die 5 Millionen Freiberufler und Soloselbständigen vor überaus schwierigen Zeiten stehen. „Im Strudel von Covid-19? Was jeder nun für sich beruflich tun kann“ weiterlesen

Pitchen will gelernt sein

Gründer, die die Kunst im Pitchen beherrschen, kommen ihrem angestrebten Ziel meist einen großen Schritt näher. Dabei ist es weniger Rhetorik als Handwerk, das jeder erlernen kann.

Wer in Berlins pulsierende Start-up-Szene eintaucht, kommt um sie nicht herum: Events, auf denen Gründer ihre Ideen präsentieren. Pitchen nennt man das neudeutsch und bedeutet nichts anderes als in wenigen Minuten andere vom Wesentlichen zu überzeugen. Doch was dieses Wesentliche ist, unterscheidet sich von Gründer zu Gründer mitunter erheblich. Leider sind sich die meisten Präsentatoren darüber nicht im Klaren und vergeben so Potential. „Pitchen will gelernt sein“ weiterlesen

Selbstvermarktung: Tue Gutes und rede endlich darüber!

Es ist unvermeidlich: Wenn immer wir im Berufsleben wirken und kommunizieren, vermarkten wir uns. Anstatt diesen Fakt abzustreiten, sollten ambitionierte Beschäftigte ihre Selbstvermarktung aktiv gestalten.

Wir alle wissen es: In der Wahrnehmung beeinflusst uns die äußere Erscheinung maßgeblich. Positiv gestaltet macht sie den wesentlichen Inhalt optisch und emotional attraktiv, weckt dadurch unser Begehren und rechtfertigt einen höheren Preis. Das gilt für Produkte und Verkaufsangebote und in ähnlicher Form auch für Menschen, gerade wenn wir sie nicht oder nur kaum kennen. Wir machen uns von anderen permanent ein Bild – und andere wiederum von uns. Warum also sollten wir dieses Bild von uns nicht aktiv mitgestalten? „Selbstvermarktung: Tue Gutes und rede endlich darüber!“ weiterlesen

Vorstellungsgespräche meistern

Nicht wenige Bewerber gehen angespannt oder sogar nervös in Vorstellungsgespräche. Die Gründe dafür sind vielschichtig und oft zu beheben.

Als Coach gehört es zu einer stetig wiederkehrenden Aufgabe, Bewerbern die Nervosität vor Vorstellungsgesprächen zu nehmen. Viele Kunden können dabei noch nicht einmal erkennen, wo die Quelle dessen liegt. Mangelende Erfahrungen, unzureichende Vorbereitung, Misserfolge wie Enttäuschungen aus vorherigen Gesprächen und ein negatives Selbstbild sind jedenfalls die häufigsten Ursachen. „Vorstellungsgespräche meistern“ weiterlesen

So fördern Führungskräfte die Integration internationaler Fachkräfte

Die Integration gut ausgebildeter internationaler Mitarbeiter wird oft als Selbstverständlichkeit angesehen. Dabei übersehen Führungskräfte gerne die deutschen Eigenheiten, die es Menschen aus anderen Arbeitskulturen gerade zu Beginn nicht leicht machen.

2014 verpflichtete der Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund den italienischen Torschützenkönig Ciro Immobile. Doch an den Erfolg in seiner Heimat konnte der Stürmer nicht anknüpfen, nicht zuletzt aufgrund einer schwierigen Eingewöhnung in Deutschland. In einem Interview mit einer italienischen Zeitung ließ Immobile nach einigen Monaten in Dortmund seinem Frust freien Lauf. Unter anderem zeigte er sich enttäuscht darüber, dass ihn bisher noch kein Mannschaftskollege zum Essen eingeladen habe. „So fördern Führungskräfte die Integration internationaler Fachkräfte“ weiterlesen

Sichere Wege durch den Weiterbildungsdschungel

Lebenslanges Lernen wird Arbeitnehmern gebetsmühlenhaft vorgehalten. An Angeboten zur Weiterbildung mangelt es tatsächlich nicht, vielen Interessierten wohl aber an Orientierung.

Es gibt nicht viele Fach- und Führungskräfte, die an Weiterbildungen gänzlich uninteressiert sind. Manche sehen sie rein strategisch, da sich entsprechende Zertifikate ganz gut im Lebenslauf machen. Schließlich demonstrieren sie Motivation und Entwicklungsbereitschaft, was gerade die Altersgruppe ab 45 Jahren nicht unterschätzen sollte. Andere wiederum wollen sich einfach neue Kompetenzen aneignen, wissen aber nicht, für welches der vielen Angebote sie sich nun entscheiden sollen. „Sichere Wege durch den Weiterbildungsdschungel“ weiterlesen

Karrieretrugschluss öffentlicher Dienst

Kaum ein Arbeitnehmer in einer Orientierungsphase, der sich diese Frage verkneift: Welche Chancen habe ich im öffentlichen Dienst? Von der Antwort sind die meisten überrascht, denn der zu zahlende Preis für eine sichere Anstellung als Referent oder Sachbearbeiter ist hoch.

Arbeitsplatz mit Pflanze

Sicheres Einkommen, geregelte Arbeitszeiten, mit entfristetem Arbeitsvertrag praktisch unkündbar: Die Vorteile einer Beschäftigung im öffentlichen Dienst sind schnell bei der Hand. Sie sprechen vor allem jene Menschen an, die auf Sicherheit und Stabilität aus sind oder bereits durch Ausbildung – zum Beispiel Verwaltungsfachangestellte – oder Studium, in erster Linie Juristen und Politologen, eine Staatsaffinität entwickelt haben. Und das ist durchaus legitim. „Karrieretrugschluss öffentlicher Dienst“ weiterlesen

Was Personaler in den Bewerbungsunterlagen erkennen wollen

Bei der Gestaltung von Anschreiben, Lebenslauf und weiteren Unterlagen sollten sich Bewerber davor hüten, das zu schreiben, was ihnen gefällt. Anstatt dessen sollten sie die Perspektive der Personaler annehmen und allein deren Bedürfnissen gerecht werden.

Lebenslauf mit Kugelschreiber und Brille

Man muss nicht lange suchen, um Empfehlungen zu finden, wie gute Bewerbungsunterlagen aussehen sollten. Leider kann daraus auch schnell ein Nachteil erwachsen, wenn man mit zu vielen „guten“ Tipps konfrontiert wird, die sich mitunter auch noch widersprechen. Unterscheiden zu können, was wirklich unabdingbar und was reine Geschmackssache ist, fällt dann nicht wenigen Bewerbern schwer. „Was Personaler in den Bewerbungsunterlagen erkennen wollen“ weiterlesen

„Ich strebe keine Karriere an“ – Doch!

Viele Kunden, mit denen ich in den letzten Jahren zusammengearbeitet habe, haben von sich aus eine berufliche Karriere ausgeschlossen. Doch das liegt vor allem daran, dass damit falsche Assoziationen verknüpft sind und alternative Interpretationen außer Acht gelassen werden.

Ein Raum mit Türen, synonym für Varianten von Karriere

Vielleicht erinnern Sie sich daran, als Sie noch von einer Karriere geträumt haben. Möglicher Weise während des Studiums oder der Ausbildung. Wie dieser Traum nach ersten Praktika und Nebentätigkeiten Risse bekam, und wie Sie ihn später mit Blick auf andere berufliche wie private Präferenzen ad acta gelegt haben. Bereut haben Sie das sicher nicht. „„Ich strebe keine Karriere an“ – Doch!“ weiterlesen

Von der Hochschule in den Arbeitsmarkt: Worauf es bei Absolventen besonders ankommt

Immer mehr Absolventen von Universitäten und Hochschulen sind in der Lage, sich ihren Arbeitgeber auszusuchen. Alle anderen können den Berufseinstieg schneller schaffen, wenn sie ein paar Grundregeln beachten.

Absolventen bei der Absolventenfeier

Das Ende eines Studiums geht oft einher mit Freude, Erleichterung und Stolz. Man darf feiern, schließlich wurde einem nichts geschenkt. Für die meisten Berufe ist der Abschluss auch die Eintrittskarte für das größere Spiel des (Berufs-)Lebens. Aber leider oft nicht mehr. Daher wäre es nachteilig, wenn man seinen erlangten Abschluss in den Vordergrund stellt, selbst wenn er erst zwei Wochen zurückliegen sollte. Das mag hart klingen, dient aber allein dem Zweck, Arbeitgebern gegenüber noch attraktiver zu erscheinen. „Von der Hochschule in den Arbeitsmarkt: Worauf es bei Absolventen besonders ankommt“ weiterlesen

Die Krux aller Bewerbungsratgeber – und woran man einen guten Coach erkennt

Als Coach für Beruf und Karriere kämpfe ich seit jeher gegen einen schier übermächtigen Gegner: Die geballte Deutungshoheit von Bewerbungsratgebern sowohl online als auch in Buchform. Denn selbst die wenigen guten bergen das Potential, Hilfesuchende auf eine falsche Fährte zu schicken.

Büchrregal mit Ratgebern

Bewerbungsratgeber richten sich an eine möglichst breite Zielgruppe, und das ist auch völlig legitim. Doch dabei gehen sie meist verallgemeinernd vor und wirken oft sogar holzschnittartig. Als Leser fragt man sich schnell:  Ist dieser Hinweis wirklich für mich geeignet? Denn eins ist offensichtlich: Was dem einen Leser in seiner ganz besonderen Situation sicherlich hilft, wäre für eine andere Leserin wiederum wohlmöglich ein vergifteter Rat. Beispiele: „Die Krux aller Bewerbungsratgeber – und woran man einen guten Coach erkennt“ weiterlesen